TERMINE
14.06. - 16.06.2013
Double Ultra Triathlon06.07.2013
Jubiläumsfeier 90 Jahre Tennisverein07.09. - 08.09.2013
16. Rosenturnier14.09. - 15.09.2013
41. Schinkenturnier
Schinkenturnier 2003
Vorjahressieger Gärthöffner/Lüttmann wiederholen Turniersieg beim Hundertjährigen
Die 31. Auflage des Senioren-Doppelturniers der Hundertjährigen auf der Anlage des Tennisvereins stahl der gleichzeitig stattfindenden Daviscup-Begegnung zwischen Deutschland und Weißrussland eindeutig die Schau. Bei prächtigem Spätsommerwetter sahen die vielen Zuschauer zwei Tage lang hervorragenden Tennissport in einem sportlich sehr ehrgeizigen und hochmotivierten Teilnehmerfeld mit 32 Paarungen.
Wie in allen Jahren zuvor gab es auch jetzt wieder neue Doppel, die für Belebung sorgten und die etablierten Kräfte herausforderten, doch in den Finalspielen gaben interessanterweise wieder die gesetzten und die turniererfahrenen Spieler der letzten fünf bis sechs Jahre den Ton an. In der A-Runde siegten die Vorjahressieger Gärthöffner/Lüttmann, auf der Gegenseite stand mit Folker Seemann ein Finalist des Jahres 2000, in der B-Runde siegten die A-Zweiten des Vorjahres, die Grevener Salewski/Meyer, gegen die Brüder Zabarowski aus Münster und Herford, die 1998 die B-Runde gewonnen hatten, und im C-Finale trugen sich Ortmeier/Stenzel zum dritten Mal nach 97 und 99 in die Siegerlisten ein, die ihre Gegner Hasenclever/Hötker aus Rheine schon mehrmals knapp verpasst hatten.
1000-Euro-Spende für „Herzenswünsche“
Seit mehr als 3o Jahren schreibt das Turnier der Hundertjährigen auch eine Geschichte, die von vielen kleinen Begebenheiten außerhalb des sportlichen Geschehens lebt, von denen das Jahr 2003 besonders viel zu bieten hatte.
Günter Hasken aus Telgte war mit einer Körpergröße von 2.06m der größte aller bisherigen Teilnehmer, Heinz Küppers aus Münster trug einen Vollbart, mit dem man ihn für einen waschechten Bayern halten konnte, doch die echten Bayern aus Dittelbrunn bei Schweinfurt traten bartlos an. Das Doppel Werner Zweier/Willi Huth hatte sich mit den Ehefrauen auf den bisher weitesten Weg nach Emsdetten gemacht, weil sie auf Empfehlung eines ehemaligen Teilnehmers das Turnier kennen lernen wollten, um in ihrem noch jungen Club ebenfalls eine solch erfolgreiche Veranstaltung zu etablieren. Des weiteren gab es den ersten Auftritt der Ballkinder beim A-Finale, die von Jugendwart Christian Schräer fast professionell vorbereitet wurden und von den Spielern ein sehr großes Lob für ihre Arbeit bekamen.. Zum Schluss gab es noch einen vereinsinternen Rekord. Dank der Spenden der Arzneimittelfirma HEXAL und der Adler- und der Gesundbrunnen-Apotheke, die auch für den Turnierablauf eine bedeutende Summe zur Verfügung stellten, hatte Gerlinde Löbbers eine imposante Preispalette für die Tombola zusammenstellen können, deren Erlös der Aktion „Herzenswünsche“ gespendet werden sollte. War beim Damenturnier bereits ein ansehnlicher Betrag von über 8oo Euro gesammelt worden, so konnte die Summe bei den Herren auf stattliche 1ooo Euro gesteigert werden. Frau Röttgering nahm den Scheck dankbar mit dem Hinweis entgegen, dass mit diesem Geld der Wunsch vieler krebskranker Kinder erfüllt werden soll, neben den „Bundesligakickern“ auch einmal die Bundesligaschiedsrichter hautnah vor einem Spiel erleben zu können. Ja, und dann gab es ein Lob des Aktivensprechers Folker Seemann an Anne Grafflage als Vorsitzende und die Organisatoren des Turniers, Dieter Senger, Christoph Kemper und Christoph Pötter, das alles bisher Gesagte in den Schatten stellte: „Ich komme als Teilnehmer an Weltmeister- und nationalen Meisterschaften viel in der Welt herum. Wenn man mich fragt, was es an dem Turnier in Emsdetten noch zu verbessern geben könnte, so fällt mir dazu nichts ein. Ich möchte ebenso wie viele andere Teilnehmer gerne wiederkommen.“
Vorjahressieger gewinnen die A-Runde
Das A-Finale war zwar unbestritten der Höhepunkt des Turnierwochenendes, jedoch gab es auf dem Weg dorthin bereits einige sehenswerte Partien, die fast schon das Prädikat eines vorgezogenen Endspiels verdient hätten. Im ersten Feld war es das Halbfinalspiel der späteren Sieger gegen die Paarung Klaus Wehrenberg/Josef Lüttmann. Michael Gärthöffner, seit Jahren Seriensieger des Turniers, und Bernd Lüttmann gingen als Norddeutsche Mann-schaftsmeister mit dem OTHC Osnabrück und als Spieler der Landesauswahl Niedersachsens favorisiert in dieses Match und konnten Klaus Wehrenberg, B-Sieger 2oo1, und Josef Lüttmann, B-Sieger 2ooo an der Seite seines Bruders Bernd, mit 6:2/6:2 bezwingen. Ihre Finalgegner Folker Seemann aus Bielefeld und Heinz Küppers-Anham vom TC St. Mauritz Münster, beide Spieler der Westfalenauswahl bei den Herren 60 bzw. 4o und auf vorderen Plätzen der DTB-Rangliste ihrer Altersklasse zu finden, hatten bereits im Viertel-finale Schwerstarbeit zu leisten. Detti Heinze vom Tennisverein und Jost Langweg aus Grevenkonnten ihnen über weite Strecken des Spiels Paroli bieten konnten und mussten sich erst in der Schlussphase mit 4:6/4:6 knapp geschlagen geben. Im Halbfinale gegen die bis dahin überraschend starken Ibbenbürener Max Hohenhorst/Eduard Wesselbaum setzten sich die Favoriten leicht mit 6:1/6:3 durch, so dass es wie im Jahr 2000 zu einem Finale mit Länderpokalcharakter kam.
Die Niedersachsen Gärthöffner/Lüttmann starteten furios und holten den ersten Satz mit 6:4,schienen aber danach dem Anfangstempo Tribut zollen zu müssen und verloren Satz 2 mit 2:6. Auch der Beginn des dritten Satzes sah die Westfalen schnell mit 3:0 vorn, weil sich Gärthöffner/Lüttmann eine Reihe von Fehlern leisteten, die sie dem druckvollen Spiel von Heinz Küppers-Anham und den gefühlvollen Slice- und Lobreturns von Folker Seemann zu verdanken hatten. Dann aber schien vor allem Michael Gärthöffner seine Schwächperiode überwunden zu haben und zeigte mit seinem Partner die zwingenden Aktionen, mit denen sie in den letzten beiden Jahren bereits das Finale gewonnen hatten und auch in diesem Jahr mit 6:4 den dritten Satz und das Match aus dem Feuer rissen. Die tennissportlichen Leckerbissen auf beiden Seiten würdigten die zahlreichen Zuschauer immer wieder mit viel Beifall und ließen dieses Finale als eines der besten und spannendsten in die Turniergeschichte eingehen.
Grevener gewinnen die B-Runde
Dem B-Finale fehlte ein wenig die Rasanz des A-Endspiels, wohl auch weil nicht alle Akteure in bester Verfassung antraten. Dass sie es trotzdem bis ins Finale geschafft hatten, war ihrer spielerischen Klasse zu verdanken, die die Grevener Ludger Meyer und Peter Salewski im vergangenen Jahr noch ins A-Finale gebracht hatte, während sich die Brüder Bernd und Dieter Zabarowski als Sieger der B-Runde 1998 empfahlen. Meyer/Salewski konnten im Viertelfinale der B-Runde die starken Telgter Dieter Bückmann und den 2.06m-Riesen Günter Hasken bezwingen und warfen im Halbfinale die letzten Vertreter der starken Wolbecker Delegation, Hinnerk Clasing und Dr. Dieter Barth aus dem Rennen. Die Zabarowskis hatten im Viertelfinale mit den letzten Emsdettenern, Michael Tenhaken und Christian Stelzer relativ leichtes Spiel, und kamen auch im Halbfinale gegen die Grevener Wolfgang Herding und Horst Milde nie in echte Bedrängnis, die zuvor die bayrischen Gäste aus Schweinfurt aus dem Wettbewerb geworfen hatten. Das Endspiel entschieden Meyer/Salewski in zwei Sätzen knapp mit 7:5/6:4 für sich, wobei sie in einem nahezu ausgeglichenen Spiel vor allem mit ihren läuferischen Vorteilen und den besseren Netzattacken die entscheidenden Pluspunkte sammelten.
Ortmeier/Stenzel gewinnen dritten C-Titel
In der C-Runde erreichten die Rheinenser Harald Hasenclever und Raimund Hötker das Finale, nachdem sie im vergangenen Jahr noch im Halbfinale B gescheitert waren. Sie setzten sich gegen das Vater-Sohn-Doppel Oliver Heil vom Tennisverein und seinen Vater Herbert durch, der aus Freiburg angereist war und ebenso wie Heinz Bonenkamp vom TC St. Mauritz mit 76 Jahren zwar der älteste Teilnehmer war, auf dem Platz aber einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Das Finale komplettierten Helmut Stenzel und Günter Ortmeier vom Tennisverein, die die Wolbecker Ernst Mackel und Eberhard Volz bezwungen hatten. Im Finale zeigten sich die Emsdettener beim 6:2/6:3 Sieg den Rheinensern deutlich überlegen und kamen mit ihrer routinierteren Spielweise, mit ihrer größeren Sicherheit und Schnelligkeit zum verdienten Erfolg.
Mit dem Dank der Vereinsvorsitzenden Anne Grafflage an die Spieler, die Sponsoren, das Organisationsteam und auch an das für die Bewirtung zuständige Ehepaar Jürgens und mit der Übergabe der Schinkenpreise an Sieger und Platzierte durch Frau Rösner-Leyers von der Firma HEXAL endete eine Veranstaltung, die den Höhepunkt einer ohnehin schon sehr ereignisreichen Tennissaison des Tennisvereins darstellte
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